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Welche Kinder brauchen Pflegeeltern?


Als Pflegekind wird man nicht geboren. Die Lebenssituation und die Lebensumstände der Eltern sind es, die dazu führen können, dass ein Kind nicht mehr sicher und geborgen bei diesen aufwachsen kann. Kinder brauchen Liebe, Fürsorge, Respekt, Grenzen und ein stabiles Umfeld, um sich gut zu entwickeln und selbst Stabilität zu erreichen. Nicht alle Eltern sind in der Lage, ihren Kindern dies zu bieten.



  • Ursachen, warum Eltern mit der Erziehung überfordert sind

    Die Ursachen, warum Eltern nicht in der Lage sind, ihre Kinder ausreichend zu versorgen, können unter anderem negative Erfahrungen mit der eigenen Herkunftsfamilie, Trennungen, persönliche Krisen, psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen sein. Aber auch Belastungen wie finanzielle Probleme durch Schulden, Arbeit im Niedriglohnsektor und Arbeitslosigkeit können Gründe sein, warum die familiäre Situation belastet ist und aus dem Gleichgewicht gerät. Meist treten mehrere Faktoren gleichzeitig auf und führen zu einer Überforderung der Eltern.
  • Wie zeigt sich eine Überforderung der Eltern?

    Die Überforderung der Eltern kann so weit gehen, dass diese die grundlegenden Bedürfnisse ihres Kindes nach Essen, Trinken, grundlegender Hygiene, Schutz, Geborgenheit, Wärme und Anerkennung nicht erfüllen können. In einer solchen Situation kann das Kind nicht länger bei seinen Eltern leben. Einige Eltern haben aber genügend Kraft und Willen, Veränderungen herbeizuführen, Hilfen anzunehmen und dadurch wieder für ihr Kind sorgen zu können. Unter diesen Umständen kann das Kind wieder zu seinen Eltern zurückkehren. Anderen Eltern gelingt dies nicht, so dass es für das Kind besser ist, dauerhaft außerhalb des eigenen Elternhauses aufzuwachsen.
  • Mögliche Reaktionen bei einem Kind oder Jugendlichen

    Kinder und Jugendliche spüren, dass etwas nicht stimmt und reagieren entweder auffällig, laut und aggressiv oder sensibel, still und autoaggressiv auf die Situation in ihrer Familie.
    Pflegekinder sind von den Schwierigkeiten in ihrer Herkunftsfamilie, wie Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch geprägt und bringen ganz verschiedene Erfahrungen mit. Vielleicht ist die Pflegefamilie auch nicht die erste Stelle, wo das Kind untergebracht ist und es war bereits in einer Heimeinrichtung oder Bereitschaftspflegefamilie. Das wiederum bedeutet, dass das Kind möglicherweise Beziehungsabbrüche erlebt hat, die Spuren hinterlassen haben.
  • Wie gehen Eltern mit der Herausnahme ihres Kindes um?

    Einigen Eltern ist es möglich sich einzugestehen, dass sie nicht für ihr Kind sorgen können. Schweren Herzens akzeptieren sie, dass ihr Kind vorübergehend oder dauerhaft in einer anderen Familie aufwächst. Andere Eltern können nicht nachvollziehen, warum ihr Kind nicht bei ihnen leben kann. Sie kämpfen darum, dass dieses zu ihnen zurückkehrt. Mitunter ist das mit langwierigen Gerichtsverfahren verbunden.
  • Was brauchen Pflegekinder?

    Pflegekinder sind Kinder, die lernen, spielen, toben und kuscheln möchten. Sie sind unterschiedliche Persönlichkeiten mit Stärken, Vorlieben und Abneigungen. Aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen sind sie meist nicht „pflegeleicht“ und müssen oft wichtige soziale und emotionale Entwicklungen nachholen. Sie brauchen jemanden, der verlässlich für sie da ist und für sie sorgt. Was sie mehr als andere Kinder und Jugendliche benötigen ist Zuwendung, Geborgenheit und Konsequenz.



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monika.schmidt@stadt.koblenz.de

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Telefon: 0261 -129 2344
elke.strack@stadt.koblenz.de

Erreichbarkeit

Die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes sind aufgrund von Außendiensttätigkeit nicht immer anzutreffen. Deshalb bitten wir, Termine für ein persönliches Gespräch vorher telefonisch oder per E-Mail abzustimmen und zu vereinbaren.